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Matcha-Tee - Wirkungen des Grünen Tees

Matcha-Tee - Wirkungen des Grünen Tees
Inhaltsverzeichnis
  1. Matcha enthält sehr viele Antioxidantien
  2. Catechine reduzieren Körperfettanteil und verbessern die Cholesterinwerte
  3. Epigallocatechingallat als Anti-Krebs-Mittel?
  4. Aminosäure L-Theanin für verbesserte Gemütslage
  5. Pflanzliche Bestandteile behindern Calcium-, Folsäure- und Eisenaufnahme
  6. Nebenwirkungen
  7. Verwendung /Matcha-Tee Zubereitung
  8. Matcha-Tee kaufen

Matcha Tee wird aus den Blättern der Camellia sinensis-Pflanzen hergestellt und ist ein Grüner Tee. Aus Camellia sinensis, zu deutsch Tee/Teepflanze, werden neben Grünem auch Schwarzer, Weißer und Gelber Tee hergestellt. Je nach Verarbeitung ergeben sich die unterschiedlichen Teesorten.

Das Wort Matcha bedeutet so viel wie Pulvertee. Die Matcha-Teeblätter werden gedämpft, getrocknet und mit Mühlsteinen zu einem feinen Pulver zermahlen. Im Gegensatz zu anderen Grünen Tees werden die Matcha-Blätter nicht geröstet, wodurch sie bzw. das Pulver einen Großteil der Inhaltsstoffe bewahrt. Letztendlich wird das gesamte grüne Blatt verwendet und getrunken. Durch die Pulverform der Blätter ist zudem möglich hohe Mengen des Matchas zu konsumieren. Außerdem werden alle pflanzlichen Inhaltsstoffe des Matchas im Gegensatz zu den anderen Teesorten mit aufgenommen. Beim traditionellen Grünen Tee trinken werden die Teeblätter lediglich ins Wasser gestellt, wodurch sich nur ein Bruchteil der gesunden Wirkstoffe herauslöst.

In Japan wird Matcha traditionell in Teezeremonien verwendet. Hierzulande erfährt der Wundertee immer mehr Aufmerksamkeit.

Matcha enthält sehr viele Antioxidantien

Grüner Tee stärkt das Immunsystem, indem er vor Oxidantien und freien Radikalen schützt 1. Die besonderen gesundheitsfördernden Wirkungen sind in erster Linie auf den hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen zurückzuführen. So enthält Matcha Polyphenol-Verbindungen wie Catechine, die etwa 4,92% des Trockengewichts von Matcha ausmachen und eine starke antioxidative Wirkung haben 2. Eine besonders starke antioxidative Wirkung besitzt Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) 3. Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die die Bildung von freien Radikalen verhindern, wodurch Zellen und Gewebe vor Beschädigungen geschützt werden. Chronische Krankheiten können durch Antioxidantien verhindert werden 4.

In einer Studie von 2003 wurde der Catechin-Anteil im Vergleich zu herkömmlichen Grünem Tee verglichen 5. Mittels chromatographischer Untersuchungen stellten die Wissenschaftler fest, dass die enthaltenen Epigallocatechingallat-Konzentrationen beim Matcha Tee trinken 137x größer ist die bei chinesischem Grünem Tee.

Eine in vitro Studie von 2016 bestätigt, dass pulverisierter Grüntee wie Matcha eine höhere Hemmwirkung gegenüber der körpereigenen Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (schädliche Formen des Sauerstoffs im Körper) hat als die gleiche Menge von Grünem Blatt-Tee 6.

Catechine reduzieren Körperfettanteil und verbessern die Cholesterinwerte

Durch den täglichen Konsum von Tee mit einem hohen Anteil an Catechinen (690 mg) konnte im Vergleich zu Tee mit einem geringeren Anteil (22 mg) über 12 Wochen Körperfett abgebaut werden 7. Die japanischen Studienergebnisse legen nahe, dass die Einnahme von Catechinen nützlich bei der Prävention und Verbesserung von Lebensstil-bezogenen Krankheiten, insbesondere Fettleibigkeit sein könnte.

Grüner Tee erzeugt laut Studien eine Erhöhung des Energieverbrauchs 8. Der Tee besitzt thermogene Eigenschaften, die die Fettoxidation (Fettverbrennung) unterstützen, die durch den Coffein-Anteil (3,2 g je 100 g = 32 mg je 1 g Matcha) bedingt wird.

Laut Studienzusammenfassungen von 2012 und 2014 sind die weitläufig angenommen Gewichtsverluste durch Grünen Tee so gering, dass sie nicht von klinischer Bedeutung sind 9 10. Neure Studienergebnisse zeigten, dass durch die Verwendung von hoch dosierten Grünen Tee-Extrakten über 12 Wochen ein signifikanter Gewichtsverlust und eine Verringerung des Taillenumfangs erreicht werden konnte 11.

Die in Grünem Tee enthaltenen Catechine werden zudem auch mit einer signifikanten Reduzierung des Gesamtcholesterinspiegels, als auch mit einer Verminderung des schlechten LDL-Cholesterins assoziiert 12 13. Das gute HDL-Cholesterin blieb laut Studienergebnissen unverändert.

Epigallocatechingallat als Anti-Krebs-Mittel?

Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) bietet möglicherweise neue Möglichkeiten bei der Bekämpfung von Prostata-Krebszellen und Bauchspeicheldrüsenkrebs 14.

Bei einer Chemoprävention von Brustkrebs könnte Epigallocatechingallat aus Grünem Tee hilfreich sein 15 16 17 18. Einer Studie von 2012 zufolge potenziert EGCG die Wirksamkeit der Strahlentherapie bei Brustkrebs-Patienten 19. Das Tee-Polyphenol hat laut Wissenschaftlern das Potenzial ein therapeutischer Unterstützer gegen metastasierenden Brustkrebs zu sein. Andere Studienergebnisse von 2013 zeigen, dass EGCG das Wachstum, die Ausbreitung und die Invasion von Brustkrebszellen unterdrückt, indem es die Ausschüttung des vaskulären endothelialer Wachstumsfaktors (VEGF) hemmt 20.

In weiteren Studien von 2012 wurden die chemopräventiven Wirkungen von 10 untersuchten Polyphenolen auf menschliche Darmkrebszellen untersucht 21. Dabei zeigte wiederum EGCG in Grünem Tee die stärkste Wirkung. Die in Grünem Tee enthaltene Gallussäure-Gruppe erhöhte das Anti-Krebspotenzial von Catechin signifikant.

Aminosäure L-Theanin für verbesserte Gemütslage

Matcha enthält die Aminosäure L-Theanin, die auch in anderen Grünen Teesorten enthalten ist. L-Theanin erzeugt steigert die Gehirnaktivitäten (erhöht alpha-Wellen), die bei der Reduktion von Stress helfen 22 23 24. Im Gehirn wird eine "Wohlfühl-Stimmung" erzeugt, die zu einer verbesserten Stimmungslage beitragen. Zusammen mit dem enthaltenen Coffein kann Matcha Tee bei einer anspruchsvollen kognitiven Aufgabe zudem die Aufmerksamkeit und Konzentration unterstützen 25. Bei 12 älteren Menschen mit kognitiver Dysfunktion zeigte der 3-monatige  Konsum von 2 g Grünem Tee am Tag eine signifikante Verbesserung des Geisteszustandes 26. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass _Grüner Tee bei der Verbesserung der kognitiven Gehirnfunktionen und bei einer Reduzierung des Fortschreitens der kognitiven Funktionsstörungen hilfreich sein könnte.

Anderen Erkenntnissen zufolge reduzier L-Theanin auch Angstgefühle und dämpft die Blutdruckerhöhung im stressempfänglichen Menschen 27.

Die Teepflanzen werden etwa einen Monat vor der Ernte abgedeckt. Durch den Schatten wird die Chlorophyll-Bildung angeregt, wodurch zudem noch mehr Aminosäuren gebildet werden 28.

Pflanzliche Bestandteile behindern Calcium-, Folsäure- und Eisenaufnahme

Matcha Tee sollte zwischen den Mahlzeiten getrunken werden, da sonst insbesondere die Eisenaufnahme aus eisenhaltigen Lebensmitteln vermindert werden könnte. Dafür verantwortlich sind Tannine (Polyphenole), die potente Hemmer der Eisen-Absorption sind 29. Matcha Pulver enthält mit 10 g je 100 g sehr hohe Mengen an Tannin 30.

Zudem enthält Matcha auch Oxalsäure. Sie ist ebenfalls ein Antinährstoff, der die Calcium-Aufnahme behindert.

Die Aufnahme von Folsäure (ist die synthetische Form von Folat; Vitamin B9) aus Folsäure-Tabletten wurde durch Extrakte aus Grünem Tee ebenfalls deutlich erschwert 31. Darüber hinaus waren die Folat-Plasma-Werte in einer anderen Studie durch einen hohen Konsum von Grünem Tee bei schwangeren Frauen signifikant niedriger 32.

Nebenwirkungen

Teepflanzen nehmen verhältnismäßig viel Flourid aus dem Boden auf, so dass auch Grüner Tee wie Matcha Flourid enthält 33. So kann es bei einem exzessiven Konsum der Blätter der Camellia sinensis Pflanze zu Skelettfluorose kommen 34.

In hohen Mengen getrunken kann es auch zu einer Belastung der Leber kommen (Hepatotoxizität) 35. Diese ist auf das Epigallocatechingallat oder dessen Metaboliten zurückzuführen, die unter besonderen Bedingungen oxidativen Stress in der Leber auslösen kann 36.

Verwendung /Matcha-Tee Zubereitung

Matcha-Tee kann als Ersatz von Kaffee verwendet werden, da er wie bereits erwähnt hohe Anteile an Coffein enthält. Dazu einen halben Teelöffel Matcha-Pulver in ein Schälchen geben und mit 80 ml Wasser, das eine Temperatur von 70 bis 80 Grad hat, übergießen. Danach mit einem Bambusbesen (zur Not geht auch ein Schneebesen) den Matcha im Zick-Zack (wie ein W) schaumig rühren.

Um den leicht bitter-herben Geschmack, der durch die Saponine zustande kommt, etwas zu übertünchen, reicht etwas Stevia-Pulver aus.

Benötigt wird maximal ein halber Teelöffel. Mehr als zwei bis drei Matcha-Tees am Tag sollten nicht getrunken werden, um die Belastung durch die Antinährstoffe niedrig zu halten.

Das Matcha-Pulver wird auch für Eiscremes sowie als Zutat von Smoothies, Backwaren und Süßigkeiten verwendet werden.

Matcha-Tee kaufen

Zu kaufen gibt es den gesunden Grünen Tee in Bio-Läden, im Reformhaus und in Drogerie-Märkten. Vereinzelt kann Matcha auch in Supermärkten erworben werden. Auch über das Internet ist eine Bestellung möglich. Wer diese Seite unterstützen möchte, kann eines oder mehrere der unter diesem Artikel eingeblendeten Produkte kaufen.